Wir gehen einen Schritt tiefer!

Erster Spatenstich

Zeitungsartikel aus der "WA" vom 19.12.2018

Hamm - Mit einem ersten Spatenstich begannen gestern symbolisch die Arbeiten für die Umgestaltung der Lippeaue. Es ist das größte Natur- und Landschaftsschutzprojekt in Hamm.

Nein, Glühwein aus der Baggerschaufel gab es dann doch nicht. Mit dem Slogan hatten Stadt und Lippeverband gestern rund 100 Menschen zum Lippedeich an der Münsterstraße gelockt, um den ersten Spatenstich zum Millionen-Projekt „Erlebnisraum Lippeaue“ zu feiern. Der Bottich mit dem Glühwein stand dabei aber sicher auf einem Brett, das man auf die Schaufel eines Radladers gelegt hatte. Der Stimmung tat das keinen Abbruch.

Von einem „ganz großen Weihnachtsgeschenk“ sprach Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann angesichts des 34,5-Millionen-Euro-Projektes. Aktuell seien bereits Rodungsarbeiten zu sehen, im kommenden Jahr würden weitere Veränderungen sichtbar. Es handele sich um das größte Stadtumbauprojekt der kommenden Jahre; Herzstück werde der Auenpark sein, mit Wiesen- und Strandflächen. Das Areal biete vielfältige Freizeitmöglichkeiten und diene im Winter auch als Überflutungsfläche.

Hamm rückt näher an den Fluss

Wie bei den Renaturierungsprojekten „Life I“ und „Life II“ arbeite man wieder vertrauensvoll mit dem Lippeverband zusammen, sagte Hunsteger. Dessen Ratsvorsitzender, der Halterner Bürgermeister Bodo Kimpel, lud zum Besuch der renaturierten Lippemündung bei Wesel ein: Dort könne man heute schon betrachten, wie es in Hamm bald aussehen solle.

Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzende des Lippeverbandes, betonte die Verbindung zwischen Stadtentwicklung und Wasserwirtschaft. Hamm rücke mit dem Erlebensraum näher an den Fluss; der Verband verbessere gleichzeitig Hochwassermanagement, Lebens- und Aufenthaltsqualität an der Lippe. Stadt, Land und Verband zögen hier an einem Strang.

Erste Maßnahme des Umbauprojektes soll dem Lippeverband zufolge ein neuer 800 Meter langer unterirdischer Kanal von der Kläranlage Mattenbecke zur Münsterstraße sein; durch die Röhre soll der Ablauf aus der Kläranlage und einem Regenrückhaltebecken in Richtung Lippe geleitet werden. Danach könne dann die Mündung des Mattenbecken-Ablaufs von der östlichen auf die westliche Seite der Münsterstraße verlegt werden; eine Grundvoraussetzung für den Bau des Auenpark.

Darüber hinaus soll das Lippeufer hier auf einer Länge von rund 400 Metern entfesselt werden, damit sich das ökologische Potenzial des Flusses besser entfalten könne. Wenn 2023 alles fertig sei, sagte der Lippeverbandsvorsitzende Kimpel, möge man mit Schildern an der Autobahn darauf hinweisen.

Zahlen, Daten, Fakten

  • 7 Kilometer Rad- und Fußwege werden in der Lippeaue gebaut.

  • 25 Hektar Auwald sollen entstehen.

  • Um 125 Meter soll der Lippedeich zurückverlegt werden, an einigen Stellen sogar um 400 Meter.

  • 143 Seiten umfasst der Antrag auf finanzielle Förderung aus dem Sonderprogramm „Grüne Infrastruktur“.

  • 195 Hektar groß ist der Erlebnisraum Lippeaue insgesamt, er erstreckt sich über die Bezirke Bockum-Hövel, Mitte und Heessen.

  • 800 Meter länger wird die Lippe durch den Einbau einer zusätzlichen Schleife.

  • 2.000 Meter Deich werden zurückverlegt.

  • 150.000 Quadratmeter umfasst der Auenpark mit Lippestrand.

  • 34.500.000 Euro investieren Stadt, Lippeverband und Land Nordrhein-Westfalen in den Erlebnisraum Lippeaue.

 

29.12.2018

Symbolisch führten Vertreter der Kooperationspartner und der Stadt den ersten Spatenstich aus.



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